Vernissage: Donnerstag, 30.08.2012, 19 Uhr

Öffnungzeiten der Ausstellungen:
Donnerstag
30. August 2012, 19-24 Uhr / Freitag 31. August 2012, 15 Uhr-OpenEnd
Samstag
1. September 2012, 12 Uhr-OpenEnd / Sonntag 2. September 2012, 12-19 Uhr

Ausstellungen   [Wunderkammern - Kabinette - Installationen - Filmkammer]

[Ort] Saal / Installationen

Christoph Mügge & Sebastian Mügge (Schweden)

Die Gemeinschaftsarbeit von Christoph und Sebastian Mügge entsteht anlässlich zum Kunstfestival.
Die Installation fluctus insolitus von Christoph Mügge ist ein Panoptikum aus diversen vertrauten, massenproduzierten und funktionalen Elementen, mueggedie sich durch Schichtungen, Umformung und Umordnung mit organischen Formen der Natur zu rätselhaften Hybriden vereinen, die in der utilitaristischen Welt keinen Platz haben. Als monumentale Welle überfluten sie die Halle vom Künstlerhaus Rhenania; ein Kuriositätenkabinett, das sich entlädt und verselbständigt.
Sebastian Mügge hat sich in der narrativen Zeichnung Holmsund mit seinem Arbeitsplatz in diesem rauen Industriegebiet mit selbigem Namen, und insbesondere mit seinem Atelierverein dort auseinandergesetzt, als ein logischer Bezug zum Kunsthaus Rhenania.
Dabei versucht er sein Umfeld als eine bizarre Wunderkammer zu begreifen und sein Atelier als Guckkasten, mit dessen Hilfe er seine Eindrücke bündeln kann.
Versteckte, ganz persönlichen Referenzen- als Vorlage dienten Fotos, die er vor Ort gemacht hat- und detailverliebte Stellen im Werk warten darauf vom Betrachter entdeckt zu werden und seine Phantasie zu beflügeln...

 

[Ort] Saal / Installation - Dichterstube - Lesung

Josef Wilms

"Im September 2011 erreichte uns im Kunsthaus ein dick gefüllter Brief mit verschiedenen Gedichten. Nach einer Weile erinnerte ich mich, den Namen des Absenders schon mal gelesen josef wilmszu haben. Ja, ich hatte den Artikel, der im Sommer 2011 über ihn in der Zeitung erschienen war, sogar in meiner Schachtel „Gesammeltes“ aufbewahrt. Und wieder kamen mir beim Lesen dieses wunderbaren Portraits über einen außergewöhnlichen Menschen, der sich kompromisslos ganz seiner Kunst verschrieben hat, fast die Tränen vor Rührung. Einige Monate später planten wir unser Kunstfestival STROM und nun luden wir Josef Wilms, den Dichter aus Köln-Vogelsang zu uns ein. Bei der Vorbesprechung in seinem Haus, zugleich Archiv und Dichterkammer,  trug er mir sehr gut vorbereitet einige Kostproben seines Schaffens vor und gab mir säuberlich geordnet fotokopierte Gedichte in sieben Mappen, sowie Umschläge mit Gedichten, „wohl in dieser Art noch nicht da gewesen“ und Gedichtpostkarten mit Akrosticha mit." (von Patrizia Marchese)
Kühlschrank: „Es ging 75 Jahre ohne.“

Fernsehgerät: „Für so’n Quatsch hab’ ich keine Zeit.“

(Josef Wilms im Gespräch mit Rüdiger Heimlich.)
Die Lesungen finden am Sa 15 Uhr und So 16.30 Uhr statt.


[ORT] Kabinette / Installation - Lesung

Mary Bauermeister

"Zopf ab"
Mary Bauermeister ist eine der vielseitigsten und schillerndsten Figuren der amerikanischen und deutschen Nachkriegskunstszene. In den frühen 60er Jahren wurde ihr Kölner Atelier zur Geburtsstätte der Fluxusbewegung. 1962 zog es sie in die USA, wo sie im Umkreis von Marcel Duchamp, Jasper Johns und Robert Rauschenberg sehr erfolgreich arbeitete. In den 70er Jahren kehrte Mary Bauermeister nach Deutschland zurück und begann sich mit Grenzwissenschaften wie Geomantie zu beschäftigen. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse nutzte sie für die Planung von Gärten, die sie für öffentliche und private Auftraggeber weltweit ausführte.
Seit vielen Jahren beschäftigt sich Mary Bauermeister kritisch mit den von "Friedrich" propagierten preußischen Tugenden. Für das Museum FLUXUS+ in Potsdam erstellte sie 2012 eine neue Arbeit/Rauminstallation anläßlich zur "Friedrich 300-Jahr Feier". Eine deutsche Fahne, die zu einem überdimensionalen Zopf gebunden, sich durch den Raum schlingt und am Ende als neue Fahne eine neue Gesinnung verheißt: "Zopf ab".
Die Lesung findet am Sa 16 Uhr statt.
Installation im Atelier Markus Lokai, Heiko Specht und Bernd Arnold.


[ORT] Kabinette / Installation

Künstlergruppe "Labor" - Gerd Mies & Michael Nowotty & Michael Staab & Norbert Van Ackeren

Panoptikum -  Stromauf /Stromab: Ein TATORT mit LABOR Charakter.
Der Ebertplatz in der Kölner Nordstadt ist Ihnen unbekannt? Oder zu gefährlich? Möglicherweise gerade die westliche Passage, zwischen Neusser Straße und Eigelstein? Ein dunkler, abstoßender Unort, wie die Medien gerne berichten? Genau dort  arbeitet seit 2005 das Projektatelier LABOR Ebertplatz. Hier entstehen nicht nur künstlerischen Werke  im abgeschlossenen Atelierbereich. In regelmäßigen Abständen finden dort öffentliche  Kunstprojekte, performative Aktionen, Happenings und Interventionen  im öffentlichen Raum sowie konzeptionelle Ausstellungen statt, die entweder vom LABOR Team selbst oder von eingeladenen Künstlern realisiert werden.labor
Keine Angst, Sie müssen nicht dorthin. Wir kommen zu Ihnen! Zum Stromfestival 2012 wird das LABOR für vier Tage einen Ortswechsel vollziehen und ein Panoptikum seiner Arbeit im Künstlerhaus Rhenania zeigen und realisieren. Michael Nowottny, Gerd Mies, Michael Staab und Norbert van Ackeren rekonstruieren dort zusammen mit Freunden und Gastkünstlern den Ort LABOR Ebertplatz in einer bespielten künstlerischen Rauminstallation mit ständig wechselndem Programm. Das Publikum bekommt direkte Einblicke in die komplexen Entstehungsgeschichten der künstlerischen Arbeiten und wird dabei vom Kunstkonsumenten zum direkten Teilnehmer am Kunstgeschehen.
Wechselnde Arbeiten im Schaufenster des LABOR, Skype-Schaltungen zu den LABOR Freunden International, das Erste Große LABOR Künstler-Büchsenwerfen, die berühmt/berüchtigte LABOR Favela Bar und weitere interaktive Aktionen und Interventionen vom Tatort Ebertplatz werden den Charme des Kölner Nordens und seiner ehemaligen Funktion als Stadthafen am Nordtor stromaufwärts im Süden erlebbar machen. Auf die einzelnen Programmpunkte wird mit gestalteten Flyern während des Festivals aufmerksam gemacht.  Kommen Sie am Besten einfach dann bei uns vorbei wann Sie wollen.
Wir sind da.
Stündlich wechselnde Präsentationen, Aktionen und Interaktionen:
"Erstes Großes Künstler-Büchsenwerfen". Überprüfen Sie zusammen mit dem LABOR das offizielle mediale Großkünstler-Ranking durch direkten Einsatz mechanischer Mittel.
Installation im Atelier Dirk Gebhardt.



[ORT] Kabinette / Installation

Albert Schech 

 baut (ökologisch korrekte) Solarobjekte und programmiert Mikrocontroller. albert schechDiese setzt er in seinen Arbeiten spielerisch und/oder funktionell ein.  Mit der Elektronik kommen Bewegung und Ton in seine „Kästen“ und Objekte, die gerne politische Themen aufgreifen. Im „Haus der Lügner“ kommen bekannte Politiker zu Wort. Dem auch kabarettistisch besonders verdienten Edmund Stoiber hat er ein Marterl erstellt, um ihn vor dem allzu frühen Vergessen zu bewahren. Auch in anderen Arbeiten schaut hinter der Ironie die Restwut des Alt68ers hervor.


[ORT] Kabinette / Installation

claudia breuer

Claudia Breuer

Ihre Kunst ist installativ angelegt: Sie fotografiert und fertigt surreale Objekte. Wichtigstes „Material“ für ihre Arbeiten sind Insekten, Vögel, Frösche und Mäuse, die sie vermenschlicht, ihnen Bekleidung häkelt und in irreale Räume setzt.
Installation im Atelier Patrizia Marchese.







[ORT] Kabinette / Objekte

Matthias Schmeier

Dioramen  - so nennt man dreidimensionalen Szenen, die er herstellt. Über Jahre entstand so eine Anzahl von 14 solcher Szenen. Die Fertigstellung eines Dioramas kann sich dabei über mehrere Jahre erstrecken und in der Regel arbeitet er an mehreren Projekten. Matthias Schmeier
Die Arbeit an seinen Dioramen bleibt ein Kontinuum. Seine Technik ist über die Jahre gereift. Den Figuren im Maßstab 1:35 Leben einzuhauchen ist schon Routine geworden. Die Szenen recherchiert er in historischen Bildbänden, versucht sich genau vorzustellen, was in einer bestimmten Situation genau vorgegangen sein mag. Dabei entstehen in einem Modell viele Parallelszenen, die Vieldimensionalität der Wirklichkeit wird sich auf faszinierende Weise erlebbar. Die Darstellung eines vietnamesischen Flüchtlingstrecks zeigt Erste-Hilfe leistende Sanitäter, gewährt Einblick in überfüllten Busse, lässt Hektik, Stress, Überfülle spürbar werden. Hunderte Figuren drängen sich in dieser Szene...

 

[ORT] Kabinette / Installation

EiENgroup Elke Kim & Jun Kim

eiengroup

Dem Himmel wird nachgesagt, dass Götter darin leben oder Verstorbene ein erfülltes neues Dasein genießen. Ein Himmel als idealen Entwicklungsraum und das „Dasein„ als eine Konzeption von Endlichkeit-Unendlichkeit. Sichtbar gemacht durch eine surreale Bildwelt, wo Naturlandschaften und Pilaster als ein Element der Scheinarchitektur verwendet werden und die räumlichen Proportionsverzerrungen von der Blickperspektive abhängen.


[ORT] Kabinette / Projektionen - Video

Damaris Salewsky & Cristian Silva Avaria (Chile) & Carolina Rodondo & Hans-Paul Isenrath

salewskyIn dem von Alex Mora kuratiertem Kabinett werden folgende Projektionen und Videos gezeigt:
Damaris Salewsky “Skulpturprojekte - Köln”, 2012 - Eine Kamera, die in einem Vogelhäuschen im Freien installiert ist, zeichnet die Aktivität der Kölner  Stadtvögel auf. Papageien, Meisen, Kleiber und Dohlen formen aus Vogelfutter scheinbar eine kugelförmige Plastik. Der Eindruck dieser Aktion entsteht durch den rückwärts laufenden Film.
Der Möglichkeitshorizont, den eine global vernetzte, stets auf kommunikative Höchstleistungen eingestellte Welt bietet, ist ein zweigleisiges Schwert. Die Grenzbestimmung zwischen intimer Eigenwelt und öffentlicher Positionierung wird zur Herausforderung.

carolina redondoIn ihrer Videoinstallation INTERFERENCIA setzt Carolina Redondo sich und ihren Körper einem Netz aus Verwebungen und Überlagerungen aus. Mit vollem Körpereinsatz kämpft sich Redondo durch kaum mehr definierbare Strukturen. Der Einsatz des im Video verwendeten Materials vor Ort verstärkt diesen Effekt zusätzlich und lässt den Betrachter zwischen realer und Videoebene kaum noch unterscheiden. Entschlossen und anmutig zugleich, konsequenterweise gewappnet mit einem Samurai-Schwert, schlägt Redondo sich ihren Weg durch das drastisch grenzziehendes Rastersystem – und zeigt uns einmal mehr die wortwörtlich durchschlagende Kraft der inneren Willenstärke.

In der Projektion von Hans Paul Isenrath wird ein Ausschnitt des Berichts einer weißen Frau (Helena Valero, die hans paul isenrath1937 als 12jähriges Mädchen im Amazonasgebiet von Indianern geraubt wurde und anschließend mit diesen Amazonasindianern gelebt hat, vollkommen abgeschlossen von der weißen Bevölkerung), konfrontiert mit Bilden aus unserer heutigen Umgebung. Es werden also die die durch die Erzählung provozierten inneren Bilder einer untergegangenen Kultur gegen die Videobilder unserer Kultur gestellt.

Cristián Silva-Avaria zeigt die Screening Version der Video-Installation "Summertime", die er im Januar 2012 im Kunsthaus Rhenania realisiert hat. Es handelt sich um eine filmographische Reflexion des kollektiven und individuellen Verhaltens in Bezug auf Sommer und Urlaub in verschiedenen Kulturen anhand von Beispielen. Summertime besteht im wesentlichen aus Aufnahmen von Kreuzschiffen vor der Küste Brasilien und Aufnahmen vom Sommertreiben auf verschiedenen Kölner Grünflächen während des vergleichweise kurzen Kölner Sommers. Gezeigt wird außerdem der brasilianische Musiker Carlinhos Verdade CHC, der an jedem Wochenende die Strände Ipanemas und Copacabanas mit seinen selbstgebauten Mobil aufsucht und seine eigenen Kompositionen präsentiert.
Projektionen/Video im Atelier Alex Mora.
 


[ORT] Kabinette / Objekte - Papiertheater

Papiertheater "Kölner Kästchentreffen"
Gerd Kuck & Barbara Räderscheidt & Herbert Rosner & Jojo Wolff & Theo Kerp

Die Papiertheater - Tradition reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Das Spiel auf kleinen Bühnen erfreute sich großer Beliebtheit; nicht nur als Kinderbelustigung sondern auch für die handliche Darbietung ernster Stoffe. In häuslicher Umgebung konnten auf den leichten Bühnen mit Kulissen und Figuren aus Papier ganze Opernaufführungen realisiert werden.
Die Kölner Künstlergruppe „Kästchentreffen“ mit Theo Kerp, Gerd Kuck, koelner kaestchentheaterBarbara Räderscheidt, Herbert und Astrid Rosner, Heribert Schulmeyer, Jojo Wolff und Max Zimmermann hat an diese Form angeknüpft und bringt eigene 5 bis 15 Minuten lange Stücke zu Musik auf die Bühne. Jeder Spieler hat seine eigene Bühne. Die Aufführungen bestehen aus 3 – 7 Stücken und dauern zwischen 1 und 1,5 Stunden. Die Zuschauer wandern von Bühne zu Bühne und tauchen in immer wieder neue Bildwelten ein.   
Es spielen: Barbara Räderscheidt „Ama“; Theo Kerp „9:20 Traumende“; Jojo Wolff „Rheinreise“; Gerd Kuck „Plongeon“; Herbert Rosner „Le bla“ ; Musik: Hans Reichl
Die Aufführungen finden am Do 20.30 Uhr, Sa 18 Uhr und 20 Uhr statt.
Die Zuschauerzahl für eine Aufführung ist auf 30 beschränkt.



[ORT] Kabinette / Installation - Performance

Andrea Morein & Katharine Sehnert

andrea morein

Medienarbeit/Projektion "Nocturne" - Der Raum von Andrea Morein wird VOR und ZWISCHEN  den Performances von Katharine dem Publikum zugänglich sein, wahrscheinlich nur für eine begrenzte Zahl von Zuschauern.
Andrea eröffnet während des diesjährigen Stromfestivals ihren neuen Bild/Medienraum: „Art One-on-One“. Dieser wird in unregelmäßigen Abständen Einzelpräsentationen eigener Arbeiten und auch von anderen Künstlern zeigen. Die Bodeninstallation (Bild rechts) "The Soul Needs to be Connected" ist eine Reflektion über Materialien, Ideen, Sprachformen und Raumdimensionen, die  buchstäblich aus dem Rahmen fallen. Chaos als Ordnungsprinzip? Material: Holz, Alu, Glas, Kabel, Stahl, Schaumstoff, Marker (c) 2012 Andrea Morein, VG-Bildkunst, Bonn.
Sa und So 15-16 Uhr, 16.30-17.30 Uhr, 18.30-20 Uhr.

Performance von Katharine Sehnert - Stück "WEISS"sehnert
Die Performance basiert auf den tänzerischen Reflexionen zum Thema der Ausstellung im Tanzmuseum "Im Angesicht der Moderne. Die Magie des Tanzes 1900 - 1932 ". Papierelemente, weiße Notenständer und Schiefertafeln waren Bestandteile der Ausstellungsinstallation "Momentum" (2011) von Thoams Thorausch und wurden freundlicherweise vom Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchivs Köln für die Performance zur Verfügung gestellt.
Aufführung: Sa und So jeweils 16 Uhr und 17 Uhr.
Die Zuschauerzahl für die Aufführung ist beschränkt.
Performance im Atelier Andrea Morein.



[ORT] Kabinette / Installation Video-Musik-3DFraktal

Oliver Niemöller - BERNSTEIN SOLO ON

„THE TEMPLE“ - Ausstellung & Preview Musik-Video-Installation mit 3D-Fraktalen
Die Präzession des Frühlingspunktes dreht sich weiter. Auf dem vergangen Stromfestival stellte Oliver Niemöller sein aus 5 Computern bestehendes Instrument für Surround-Sound niemoellerals Teil des Gesamtprojektes „Die Präzession des Frühlingspunktes“ vor. Von Anfang an war zum Surround-Sound auch Surround-Video geplant. Dieses Jahr zeigt er eine von 8 Richtungen aus der Musik-Video-Installation „THE TEMPLE“.
Das Video zeigt eine Animation in einem 3D-Fraktal. Die komplexen geometrischen Strukturen erinnern an Kirchen und Tempel aus verschiedensten Kulturen. Der Betrachter befindet sich in diesem sakral anmutendem Raum auf einer Art ‚schwebenden Aussichtsplattform’, die sich langsam um die eigene Achse dreht.
Aus der gleichen Fraktal-Formel, die dem Video zugrunde liegt, entstanden auch großformatige Bilder, die dem Betrachter die Möglichkeit geben, in Ruhe alle Details zu betrachten.
Installation im Atelier Inés Hervás und Agnes Körfgen.

 

[ORT] Kabinette / Malerei

boellRené Böll & Gu Gan (China)

René Böll wird sein Atelier öffnen und 3 Arbeiten aus der Empedoklesserie zeigen: alle ca. 50 x 70 cm, Chinesische Tusche Auf Xuan-Papier, aufgezogen, zu Friedrich Hölderlin: Tod des Empedokles. Weiter werden in seinem Atelier Arbeiten von dem chinesichen Künstler Gu Gan zu sehen sein!!
Achtung, nur zu folgenden Zeiten zugänglich:
Do 20-23 Uhr, Fr und Sa 17-21 Uhr, So 14-19 Uhr



[ORT] Kabinette / Malerei - Zeichnungen

"3 Angels from L.A. & Mandarins"

Lisa Cieslik und Simone Gad & 3 angelsLilli Muller & Suzanna Schulten
(USA)

Zum Stromfestival 2012 fügt Lisa Cieslik die Arbeiten von den von ihr eingeladenen Künstlerinnen Susanna Schulten, Lilli Muller und Simone Gad  aus Los Angeles, USA, mit den von ihr gefertigten Masken die "Mandarins" zu einer begehbaren Installation zusammen. So verbindet sich wie selbstverständlich ein Stück Alltagskultur(skulptur)  mit internationalen Network - Strukturen.
Installation im Atelier Eli Thoböll.


 

[ORT] Kabinette / Fotografie

Yves Muller (Frankreich)

Fotografie
Ausstellung im Atelier Hiroko.



[ORT] Kabinette / Installation

Rita Lass & Simon Horn & Anne Karen Hentschel

Alle drei Absolventen der halleschen Kunsthochschule Burg Giebichenstein setzen sich in ihren Arbeiten auf ganz unterschiedliche Weise mit dem Thema Raum auseinander. Derzeit arbeiten sie gemeinsam an einem mehrteiligen Ausstellungsprojekt, hentschelvon dem der dritte Teil hier in Köln gezeigt wird. – „Belvedere“ – Eine begehbare Plattform steht in einem Atelier. Es ist aufgeräumt aber nicht leer – mit sichtbaren Arbeitsspuren.
Die Plattform ist der zentrale Aussichtspunkt im Raum. Begibt man sich hinauf, verändert sich der eigene Standpunkt und die Raumwahrnehmung. Die Plattform wird ein Ort der Reflektion. Sie ist Bühne, Rednerpodium, Informationspunkt und Ausstellungsmöbel. Mittels markierter Ausschnitte wird der Blick im Raum gelenkt. Die fokussierten Details bekommen dadurch eine neue Aufmerksamkeit. Durch die erhöhte Perspektive und die gegebenen Hinweise kehrt sich die übliche Situation in einer Ausstellung um: der Blick wird für all das geschärft, was dort neben den sonst zentralen Kunstwerken ebenfalls den Raum einnimmt.
Installation im Atelier Ulla Ströhmann.


[ORT] Kabinette / Installation - Objekte

Alberto Lares

alberto lares

Zeitungskabinett - Blick tief -
Die Installation Zeitungskabinett - Blick tief - ist ein Raum, hergestellt aus Zeitungen mit 4 Gucklöchern. Der Betrachter findet in diesen Gucklöchern fantastische Wunder.
Er verbindet die Elemente seiner Heimat mit dem Geist der modernen Kunst.



[ORT] Filmkammer / Dokumentarfilm

"Ai Weiwei: Never Sorry" von Alison Klayman

USA 2012
Buch, Kamera: Alison Klayman
Drei Jahre im Leben eines Künstlers: Alison Klaymans filmisches Porträt Ai Weiweis feierte auf der Berlinale Europa-Premiere. Alison Klayman zeigt das Portrait einer der wichtigsten Persönlichkeiten des beginnenden 21. Jahrhunderts. Einen Künstler, der glaubt, dass Kunst und menschliche Freiheit untrennbar miteinander verbunden sind. Im Streben für diese Freiheit wird Ai Weiwei nie aufhören, seine Gegner zu provozieren. Er fragt nach, wo andere schweigen -- ungeachtet der Konsequenzen. Die Kamera begleitet Ai bei seinen Vorbereitungen der letzten großen Ausstellungen im Münchner Haus der Kunst und der Tate Modern in London. Es folgt ein Ausflug in seine New Yorker Zeit, wo Ai Weiwei von 1983 bis 1993 lebte und die Konzeptkunst für sich entdeckte...
Vorführungen: Do 21.30 Uhr, Fr 20 Uhr anschließend Gespräch mit Tienchi Martin-Liao, Sa 22.30 Uhr und So 15.30 Uhr.
Hier geht es zum Trailer
 

[ORT] Filmkammer / Kurz-Spielfilm

"Die Schaukel des Sargmachers" von Elmar Imanow

Deutschland 2012
Der im ländlichen Aserbaidschan spielende Kurzfilm erzählt die Geschichte eines Vaters und seines behinderten Sohnes. Das Verhältnis der beiden ist gespannt, das Leben des behinderten Musa besteht vor allem aus Arbeit und Prügel seines herrischen, vom Leben enttäuschten Vaters. Erst als der alte Mann einen Sarg für seinen eigenen Sohn bauen muss, beginnt sich sein Verhältnis zu Musa zu verändern. Regie und Drehbuch: Elmar Imanov. Kamera: Driss Azhari.imanov
Die Oscar-Academy in Los Angeles hat die Gewinner des Auslands-Studenten-Oscars in der Kategorie "Bester ausländischer Film" bekannt gegeben. Die Produktion der Internationalen fimschule Köln (ifs) in Kooperation mit der Fachhochschule (FH) Dortmund errang den dritten Rang. "Die Schaukel des Sargmachers" erhielt die Auszeichnung in Bronze bei der Preisverleihung in Beverly Hills. Ausgewählt wurde der Film unter 51 Filmen aus 29 Ländern.
Vorführungen: Fr 18 Uhr, Sa 23.59 Uhr und So 17.00 Uhr.
Hier geht es zum Trailer

 

[ORT] Filmkammer / Kurzfilm

"Harras Bureau" von Yvette Krause & Ralph Kusserow-Krause

Deutschland 2011
Regie: Yvette Krause
Vorführungen: Sa 21.00 Uhr anschließend Gespräch mit den Regisseuren.


[ORT] Filmkammer / Animationsfilm

"psst pp Piano – Hommage á Mary Bauermeister"
von
Gregor Zootzky

Deutschland 2009
Regie: Gregor Zootzky
Mary Bauermeister kam nach kurzen Studienaufhalten in Ulm und Saarbrücken Ende 1959 nach Köln zurück und mietete das Dachgeschoß in einem sehr eleganten Neubau in der Lintgasse 28. Dort veranstaltete sie 1960 und 1961 Ausstellungen und Konzerte. Legendär wurde Bauermeisters Contre Festival, das sie parallel zum ‘Weltmusikfest der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik’ (IGNM), das 1960 in Köln stattfand, veranstaltete. Sie nahm die jungen Komponisten auf, die vom offiziellen Festival abgelehnt wurden und legte ihre Konzerte in den späten Abend, so dass alle Musikinteressierten nach den IGNM-Konzerten in das Atelier Lintgasse kommen konnten, um dort die internationalen Speerspitzen der Neuen Musik zu hören. So kam es, dass sich Gäste wie John Cage, Nam June Paik, David Tudor, Sylvano Bussotti, Cornelius Cardew, Karlheinz Stockhausen und viele andere in Bauermeisters Atelier einfanden.
Im Zentrum des Films steht ein Abend, der sowohl in die Musik- als auch in die Kunstgeschichte als einer der größten “Vatermorde” eingegangen ist: Der Koreanische Musiker und späterer Performance- und Videokünstler Nam June Paik shampooniert seinem großen Vorbild John Cage die Haare und schneidet ihm die Krawatte ab. Diese Attacke auf Cage, die völlig unvorhergesehen kam und Cage zutiefst erschütterte, war für Paik ein wichtiges Ritual. Paik, der eine klassische Musikausbildung genossen hatte und sich als Komponist verstand, beschloss zu dieser Zeit, seine Karriere als Komponist zu beenden, da er den Eindruck hatte, niemals an seine großen Vorbilder Cage und Stockhausen herankommen zu können. Der Schnitt durch die Krawatte von Cage bedeutete für ihn sozusagen einen Einschnitt in sein eigenes Leben, seine Laufbahn als Künstler. All seine Enttäuschung und Wut über das eigene ‘Versagen’ kam in dieser Aktion zum Ausdruck.
Länge: 10:48", Musik: Simon Stockhausen
Vorführung: Fr 16 Uhr anschließend Gespräch mit Regisseur und...

 

[ORT] Filmkammer / Dokumentarfilm

"Dressing the city and my head is a shirt"
von Angie Hiesl & Roland Kaiser & Peter Paulus

Deutschland 2012
Dokumentarfilm von Angie Hiesl, Roland Kaiser und Peter Paulus
Stadt-Intervention aus dem Zyklus URBAN-CITY-URBAN
Mit der Produktion DRESSING THE CITY UND MEIN KOPF IST EIN HEMD realisieren die beiden Performance-Künstler Angie Hiesl + Roland Kaiser nun den zweiten Teil des mehrjährigen Projektzyklus' URBAN-CITY-URBAN. hieslWaren es im letzten Jahr bei PICK’n’PLACE (2010) Regalsysteme und Alltagsgegenstände, mit denen gesellschaftliche Ordnungs- und Lebenssysteme ausgelotet wurden, stehen bei DRESSING THE CITY UND MEIN KOPF IST EIN HEMD das Verhältnis von Mensch, Kleidung und urbanem Raum im Mittelpunkt der performativ-bildnerischen Arbeit.
Kleidung ist unsere zweite Haut, die Membran zwischen Körper und Raum. Sie verbindet Innen- und Außenwelt und ist zugleich individuelles und öffentliches Statement. Sie ist nonverbales Kommunikationsmittel und liefert Signale, die in unmittelbarem Bezug zu unserer gesellschaftlichen Rolle stehen. Das Thema Kleidung in all seinen Zusammenhängen – seien sie sozial, kulturell, ästhetisch, historisch, religiös oder moralisch – führt ohne Umwege zu Hiesls und Kaisers originärer Ausdrucksform: der sinnlichen Provokation im öffentlichen Raum.
Vorführungen: Fr 22 Uhr anschließend Gespräch mit Angie Hiesl, Sa 19.30 Uhr und So 14.00 Uhr.


[ORT] Aussenhülle  / Installation

ortmannMonika Ortmann

Spiegelbilder - Neun manuell und digital bearbeitete Fotos auf textilen Fahnen und ein Video.

Das Portrait als Vermittler seelischer Gestimmtheit - Seid nicht eins oder viele, seid Vielheiten. (Gilles Deleuze)
Über einen kurzen Zeitraum entstanden Portraitfotos eines jungen Mädchens. In ihr Gesicht ist Text über ein Mädchen projiziert, das jeden Morgen in den Spiegel blickt. Aber sie erkennt sich nicht, wie oft sich ihr Gegenüber auch wandelt, sie findet sich selbst nicht.




[ORT] Aussenhülle  / Installation - Objekte

Aljoscha

"Aljoscha erschafft seltsame, organische Bilder und Objekte, die ihre Inspiration in seinen tiefgründigen Erkenntnissen der Bio- und Gentechnik finden. Er ist vom Mikrokosmos organischer aljoschaFormen fasziniert und überträgt diese auf seine höchst komplexen und filigranen Werke, die allen herkömmlichen Kategorisierungen trotzen. Seine Skulpturen und Objekte entstehen aus dickflüssiger acrylfarbe, welche der Künstler langsam und sorgfältig aufbaut – Milligramm für Milligramm und in manchen fällen über mehrere Monate, bis die endgültige Form erreicht wird. Diese ist keinesfalls vorbestimmt, sondern „entsteht“ wie von selbst, als ob das Objekt, sogar in den frühesten Stadien seiner Entwicklung, ein eigenes Leben führen würde.
Der ukrainische Künstler nennt seine arbeiten „Bioismen“, um deren vitale, organische Beschaffenheit zu betonen. Er betrachtet alle seine Werke als „Lebewesen“ und verleiht ihnen so viel Dynamik, Vitalität und Komplexität wie möglich. Laut seiner eigenen utopischen – und vielleicht ein wenig ironischen – Theorie des „Biofuturismus“ wird die Zukunft durch eine Art biologische Revolution geprägt. In deren folge werde man auf organischen Möbeln sitzen, in lebendigen Häusern wohnen und sich mit organischen Raumschiffen fortbewegen. Das Atelier eines Künstlers würde wie eine Art Labor sein, in dem lebende Kunstwerke mithilfe organischer Substanzen – und somit neue Lebensformen – erschaffen werden." (von Gérard Goodrow)


[ORT] Aussenhülle  / Workshop

herbsterAnka Herbster & Sandy Craus

SPUKS IN THE CITY kommt ins Rhenania! Eine Kunstaktion für Kinder und Erwachsene. Inspiriert von so viel Kunst beim Festival? Da geht noch was? Im Rheinauhafen spukt es und alle Besucher sind herzlich eingeladen mitzuspuken! SPUKS IN THE CITY bringt Farbe, Grusel, Spass und Phantasie ins Stadtbild. Mit dem gelben SPUKEKOFFER gehts auf Wanderschaft durch den Rheinauhafen - wer findet danach die 10 - 20 - 30 Unterschiede?
Konzept / Durchführung: Sandy Craus & Anka Herbster.
Unbedingt mitspuken: Sa und So 14-18 Uhr!
Ein Projekt der Mukutathe-Werkstatt e.V.


[ORT] 5 Orte  / Rahmenprogramm

5 Orte Performance International

orte 5 Orte wurde 2008 von den Kölner Künstlern Claus Dieter Geissler, Bernd Hinzelmann und Hiroko gegründet und ist Teil von KaNiBaL’HoPoX, einem Künstlernetzwerk, das von Nimes und Barcelona aus europaweit agiert. Ziel ist der Austausch von bildenden Künstlern auf internationaler Ebene und immer wieder finden dazu Treffen und gemeinsame Ausstellungen in verschiedenen europäischen Städten statt. Diesmal trifft man sich in Köln. Das Festival 5Orte Performance international versteht sich dabei ausdrücklich als Teil der bildenden Kunst, Performance ist ein Gemälde, der Körper das lebendige Bild.
Auf Einladung von 5 Orte führen die untenstehenden Künstler in ihrer Veranstaltung in den Ateliers 0.3+0.2 Performances auf. Eintritt frei.

Do  21.30  Stephan Us - "Maßnahmen zur Wiederherstellung der Harmonie eines geschädigten Universums"
 
Fr  19.00  Gerno Bogumil & Katharina Nieradzik & Benedetta Reuter - "vierhugoball"  
   20.00  Carola Willbrand & Mark Met (Niederlande) - "Klumpenklamauk"  
   20.45  Tine Wille - "100 Seifen"  
   22.00  Max Horde (Frankreich) - "Sitting dance"  
Sa  20.00  Regina Bussmann - "moment"  
   21.00  Lala Nomada (Mexico) - "Imonim"  
   22.00  Alex Mora - "3 Art Lectures"  
   23.00  Max Horde - "Le sang et le cri de la bette rave"  
So  17.00  Lala Nomada (Mexico) - "Colloid II"  
   19.00  Max Horde - "Occupy"  


 Weitere Informationen (Biographien, Bilder, Infos) finden Sie exklusiv auf deren Website.